Weser Radweg 2019 – Tag 4

Etappe #4 – Porta Westfalica – Nienburg
Samstag, 15. Juni 2019

Schon mal vorweg: Die heutige Tour wird die längste mit über 100 Kilometer am Ende des Tages auf dem Tacho. Den Morgen verbrachte ich damit mir eine Unterkunft zu sichern. Irgendwie war alles auf den gängigen Webseiten entweder nicht passend oder ausgebucht. Ich entsinne das ich mich vor langer Zeit bei Airbnb angemeldet hatte. Bereits mit wenigen Klicks hatte so eine Schlafmöglichkeit für mich in Nienburg vereinbart.

Durch die westfälische Pforte ging es weiter Richtung Norden. Ein Highlight, auf das ich mich schon mehr oder minder die gesamte Tour freute: das Kaiser-Wilhelm Denkmal. Der Aufstieg zum fast 88 Meter hohen Monument erwies sich als sehr kräftezehrend und die Serpentinen nahmen kein Ende. Das warm-feuchte Wetter passte zu den immer heißer werdenden Waden, sodaß ich das letzte Stück den Drahtesel schieben musste. Oben angekommen hatte ich eine tolle Aussicht und die Klänge eines Dudelsack-Spielers ließen den Puls langsam wieder absinken. Ein informativer und moderner Ausstellungsraum befindet sich unter der Ringterrasse. Mehr Zeit verbrachte ich aber in dem dazugehörigen Café.

Die Abfahrt gestaltete sich genauso trickreich. Durch die steilen Straßen und dem gut beladene Rad erreichte man schnell mal 50km/h. Diese Mischung kombiniert mit Nieselregen mochten die Bremsen gar nicht. // Lieber wieder ein paar Gänge heruntergeschaltet und dafür sicher unter ankommen.

Weiter ging es nach Minden, wo ich mir wie in so vielen anderen Städten nur den Marktplatz anschaute. Dieser war sehr stilvoll gehalten aber zu meinem Leidwesen musste ich feststellen: Eine 1.200 Jahre alte Stadtgeschichte kann man nicht in fünf Minuten einsaugen.

Auf der Route lag auch die imposante Wasserstrassenkreuzung. Hier überquert der Mittellandkanal die Weser auf einer überdimensionalen Autobahnbrücke; nur eben für Schiffe. Hier legte ich eine kleine Verschnaufpause ein und sah den Kähnen beim Schippern zu.

Die Umgebung wurde flacher, die Weser breiter und mehr grade. Ich befand mich mitten in der norddeutschen Tiefebene. Aus den Fachwerkhäusern werden mehr und mehr Höfe und es wird alles mehr landwirtschaftlicher. Es gehts durch Petershagen, der Heimat vieler Weißstörche. Dann flugs vorbei an den Ortschaften Stolzenau und Landsbergen. Ich radle auf der östlichen Weserseite und wechsele die Bundesländer von Nordrhein-Westfahlen nach Niedersachsen.

Am späten Nachmittag bin ich in der Spargestadt Nienburg/Weser angekommen. Hier habe ich mir noch kurz unter den „schönsten Wochenmarkt“ Europas gemischt und viele Köstlichkeiten in Augenschein genommen. Auf dem Bärenpfad konnte ich schnell noch die lokalen Sehenswürdigkeiten abklappern. Einfach den Tatzen auf dem Boden folgen.

Die Unterkunft war zentral gelegen, direkt neben dem lokalen Wasserturm. Mein Gastgeber hat mir dann noch ein tolles, griechisches Restaurant empfohlen welches zwar am Stadtrand lag aber sich dessen Besuch, obwohl langer Wartezeit – gelohnt hat. Oder war ich nur einfach hungrig? Nach der Fleischplatte „Akropolis“ und ein paar Ouzos später rollte ich zurück.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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