Weser Radweg 2019 – Tag 6

Etappe #6: Verden nach Bremen
Montag, 17. Juni 2019

Am Morgen meint mein Host es gut mit mir und bietet mir etwas Cornflakes an. Aus Höflichkeit esse ich eine kleine Schale. Noch in Verden finde ich einen Bäcker, wo schön auf der Terrasse gefrühstückt werden kann. Diese Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen. Durch die Altstadt und das Fischerquartier geht es wieder auf die östliche Seite des Weserradwege. Über die Badener Berger geht es Richtung Thedinghausen. Hier finde ich einen Hinweis auf Klaus Störtebeker. Schleusen sind die einzige Abwechslung auf diesem monoton Abschnitt. Die Weser entfernt sich zunehmend aus Sichtweite. Das hat zum einen mit den hohen Deichen und zum anderen mit den weitläufigen Überschwemmungsgebieten zu tun.

An Weyhe vorbei treffe in Obervieland das erste Mal wieder auf bremischen Boden. Es geht vorbei an bekannten Punkten: Hemelinger Hafen, Weserstadion, Werdersee, und Schlachte. Wie es sich für jeden ordentlichen Bremen Besuch gehört, hole ich mir eine Bratwurst bei Kiefert auf dem Domshof. Es wird noch mal die Weserseite gewechselt und ich rolle durch die Neustadt in Richtung Woltmeshausen. Die alternative Route hätte durch das Blockland geführt. Im Eiscafé Girotti an der gibt es nochmal ein 2 Kugeln auf die Hand. Die Fahrt geht weiter über Seehausen und das Ochtumsperrwerk. Auf der rechten Weser Seite erstrecken sich über mehrere Kilometer die Stahlwerke Bremen.

Auf den letzten Kilometern kurz vor Lehmwerder gibt noch einmal richtig Gegenwind und ich muss ordentlich in die Pedale treten um voranzukommen. Beide pusten – Ich und der Wind. Bei der Lemwerder WeserSide Gallery kommt mir die langsame Geschwindigkeit entgegen. Die Graphitys von verschiedensten Künstlern regen zum Schmunzeln, Nachdenken oder zum Grübeln an was der Sprayer sich bei seinem Werk wohl dachte. Noch an einigen Traditions-Werften vorbei düsend erreiche ich den Fähranleger.

Für 1,50 Euro wechseln das Rad und ich mit der Fähre das Ufer. Hier kann ich noch mal einen kurzen Augenblick auf das Schulschiff Deutschland werfen, dass hier jetzt permanent vor Anker liegt. Die Strecke durch Knoops Park könnte ich mit verbundenen Augen fahren. Das ist auch der einzigste Teil der Tour, wo ich nicht mindestens alle paar Kilometer die Karte checke, um nicht unnötige Umwege zu riskieren. Zuhause angekommen stärke ich mich und packe die Satteltaschen neu, denn morgen früh geht es direkt weiter. Ich stelle fest: Im eigenen Bett schläft es sich am besten.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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