Elbe-Radweg #3 Hitzacker-Wittenberge

Etappe #3 Hitzacker – Wittenberge
Montag, 29. Juni 2020

Nach einem kurzen aber leckren Frühstück in Schillers Gästehaus geht es direkt weiter. Ich will noch kurz in der Fahrradwerft nebenan ein klackerndes Geräusch an der Schaltung inspizieren lassen, doch leider ist hier am Montag Ruhetag.

Linksseitig geht es weiter durch die Stille des Wendlands in Richtung Gorleben. Kurz vor Dömitz quere ich die Elbe auf der längsten Straßenbrücke Deutschlands. Die Brücke verbindet Danneberg mit Dömitz und hat eine länge von 960 Metern.

Im Vier-Länder-Eck machen ich einen Schlenker nach Rüterberg. Von den Lochbetonplatten durchgerüttelt erreiche ich nach wenigen Kilometern die Dorfrepublik. Von 67-89 war der Ort, welcher zu beiden Seiten an Niederachsen grenzte, nur mit Passierschein zu erreichen. Spannende Historie! Es gibt hier noch einen Tongrubenlehrpfard aber ich freue mich wieder auf gut asphaltierte Wege.

Ich folge der Hauptroute an den wunderschönen flussnahen Elbwiesen und erreiche zur Mittagszeit die Innenstadt von Dömitz. Hier gibts es erstmal ein original DDR Softeis. Die Festung im fünfeckigen Pentagon Stil erbaut sehe ich mir von aussen an und lese dessen Historie auf den Schautafeln nach.

Am Ortsausgang entdecke ich noch einen Fahrrad-Schmied. Da die klackende Kette immer mehr nervt statte ich dem Laden in der Garageneinfahrt einen Besuch ab. Kurzes Fazit: „Da haben Se unter Last jeschaltet! Dat mag keene Schaltung!“ Das Schaltauge ist ziemlich verbogen. Das es am Markt wohl mehrere hundert verschiedene Exemplare gibt ist meins natürlich nicht vorrätig. Der Mechaniker biegt es einigermassen wieder in Form und es geht geräuschfrei weiter.

Über Baatz, Kietz und Wootz geht es nach Lenzen. Kurz vor dem Ort finde ich noch einen begehbaren Wachturm. Die Aussicht ist toll. Allerdings der Gedanke was hier betrieben wurde lässt mich mulmig wieder absteigen.

Lenzen ist ein kleiner, prächtiger Ort mit einer richtigen Burg. Die Geschichte der Burg ist lang und spannend. Ich sitze im Schatten der mächtigen Mauern denn es ist heute wieder sehr heiss. Geschäfte im Ort sucht man vergebens. Ein anders Wahrzeichen (durch den Späher betrachet) ist der stumpfe Turm.

Das nächste und heutige Ziel ist Wittenberge. Ich checke in der Pension Schwesig ein und habe noch reichlich Zeit die Stadt zu erkunden. Wittenberge wird auch die Stadt der Nähmaschinen genannt da hier die Singer-Zentrale ansässig war.

Weitere Highlights sind die Alte Ölmühle und der im Nähmaschine-Werk befindliche Uhrenturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Die Uhr ist die zweitgrösste Turmuhr Europas und das Zifferblatt misst 7,30 Meter im Durchmesser. Die Innenstadt ist auch um die Abendzeit belebt was nicht überall so ist. Ich decke mich noch beim Edeka für den nächsten Tag ein und radle zurück zur Pension.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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