Elbe-Radweg Tag 6 (Magdeburg-Dessau)

Etappe #6 von Magdeburg nach Dessau
Donnerstag, 2. Juli 2020

Vorweg: Heute wird geschummelt! Ich nehme mir den Tag vom Rad fahren frei und nutze diesen, die doch interessante Landeshauptstadt Magdeburg genauer zu erkunden.

Nach einem nahrhaften Frühstück aus Spiegeleiern und einem Matcha Tee mache ich mich auf den Jahrtausendturm zu finden. Hier soll es Wissen aus den vergangenen 6000 Jahren gespeichert sein; ein definitives muss für mich. Allerdings gestaltet sich die Anreise äusserst kompliziert. Einfahrt ist nur durch den Elbauenpark möglich und das auch nur ohne Rad. Ich verwerfe den Plan, daß mit 60 Metern höchste Holzelementebauwerk zu erforschen und fahre über die Jerusalem Brücke zurück in die City.

Wieder in der Ottostadt (nach Otto dem I.) bin ich positiv überrascht denn hier sehe ich zum ersten Mal kostenlose Fahrradgaragen. Ich schließe meine Drahtesel mit samt Gepäck ein und erkunde die Stadt per pedes.

Da heute Markttag ist und ich erkunde zuerst die Stadt auf kulinarische Art und Weise. Dann kaufe ich mir eine Tageskarte für die Strassenbahn und fahre einfach ein paar Stationen mit der Straßenbahn quer durch die Stadt.

Interessant und bemerkenswert ist auf jeden Fall der Dom zu Magdeburg. Der Dom ist die erste von Anfang an gotisch konzipierte und die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden (WIKI). Die Fassade von aussen mutet sehr dunkel an; im inneren ist es durch den hellen – fasst weissen Stein erstaunlich hell.

Nächste Station ist die grüne Zitadelle. Ein von Friedensreich Hundertwasser entworfener im entferntesten Sinne gestalteter Plattenbau soll die Harmonie von Mensch und Natur durch individuellen Wohnräume widerspiegeln. Was mir zuerst auffällt, ist die extravagante Farbwahl und das kein Fenster dem anderen gleicht. Jedes ist ein Unikat.

Den Nachmittag verbringe ich wieder zusammen auf dem Fahrrad in Elbnähe. Ich bestaune die vielen verschiedenen Elbbrücken und gönne mir bei schönstem Sonnenschein ein Eis an der Nashvillepromenade. Die Plastik „Der Zeitreisende“ zeigt die Uhrzeit verschiedener Flüsse rund um den Globus an.

Mit dem Zug geht es direkt von Magdeburg nach Dessau. Die Fahrzeit beträgt hier weniger als eine Stunde. Verpasst habe ich nichts, denn selbst der Reiseführer besagt: „Der Landschaftcharakter bleibt sehr ähnlich“.

In der hochgelobten Stadt schaue ich mir zuerst die Innenstadt an. Hier hat der Zahn der Zeit bereits zugeschlagen. Viele Geschäfte stehen leer oder sind kurz davor.

Zügig fahre ich zu meinem Airbnb Host und stelle mein Gepäck ab. René gibt mir noch wertvolle Tips wo die schönen Ecken der Stadt sind. Zuerst schaue ich mir den Park Georgium an der Puschkinallee an.

Weiter geht es zum Unesco Welterbe, dem Bauhaus Dessau, erbaut in den Jahren 1925/26. Ein wirklicher Kontrast zur grünen Zitadelle. Mir gefällt das Design der Moderne aus Glas, Stahl, Beton und dem 90° Winkel bedeutend besser.

Zwei Strassen weiter befinden sich die auch zu dem Unesco Welterbe gehörenden Meisterhäusern. So steht hier das Direktorenhaus und weitere Werke der Bauhaus Professoren Gropius, Kandinsky und Klee hier Tür an Tür.

Interessant finde ich das Büdchen am Anfang der Ebertallee. Die meisten Bauwerke der Bauhaus Architektur findet man übrigens in der weißen Stadt, Tel Aviv.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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