Elbe-Radweg Tag 12 Dresden-Bad Schandau

Etappe #12 von Dresden nach Bad Schandau
Mittwoch, 8. Juli 2020

Nach einer guten Nacht geht es heute gemäßigt los. Der Wetterbericht zeigt für den besten Fall grauen Himmel und leichten Regen an. Also keine Eile. Frühstück gibt es am Küchentisch und nachdem das Rad beladen, alles verzurrt und ich eingemummt bin, geht es los.

Als ich gerade Dresden verlassen will werden aus den Tröpfchen Tropfen. Eine Entscheidung für eine zweite Runde Kaffee ist schnell gefallen und ich nehme unter einem Schirm am Altmarkt gegenüber dem Kulturpalast platz.

Über die Augustus Brücke quere ich die Elbe. Das Wetter ist immer noch miese. Ich nehme eine Turmbesteigung der Dreikönigskirche vor. Der Aussichtsturm ist in 45m Höhe; bis zum Kreuz sind es 87,5 Meter. Aufgrund der schlechten Sicht brauche ich nur den Studenten-Tarif zahlen. Wenigstens ist es trocken im Gebälk. Wo ich nicht mit gerechnet hatte, war das die große Glocke gerade zu vollen Stunde läutete als ich die enge Treppe hochkletterte.

Danke an dieser Stelle nochmal an den Bikeshop Fahrwerk Dresden für die Leihgabe einer Standpumpe. Gut das als einziger der Azubi wusste wie man Luft aus dem Kolben bekommt. Jetzt sind alle schlauer und mein Pneu hat wieder 4,2 bar.

In Loschwitz fahre ich mit eine über 120 Jahre alten Schwebebahn die Berghang nach Ober-Loschwitz hoch. Jede Überdachung ist willkommen. Ein wirklich famoses Beispiel deutscher Konstruktionskunst und zugleich die einige Bergschwebebahn ihrer Art.

Es wird etwas trockner und ich radle über Pilnitz nach Pirna. Pilnitz hat einen schönen Park, der nur gegen Einwurf von Münzen zugänglich ist. So fahre ich an der Aussenmauer entlang bis ich wieder auf dem Elberadweg bin. Die nächsten Kilometer sehe ich keine Bänke. Schade, denn der Regen hat gestoppt und ich könnte eine Pause vertragen.

Pirna liegt bereits in der Sächsischen Schweiz. Man könnte meinen hier ist die Zeit stehen geblieben. Ich lerne, daß die Stadt war in Ihrer Hochzeit reicher als Dresden war. Eine gut erhaltene Markstrasse schlägelt sich durch den Ort. Auch hier stelle ich fest: In Sachsen gibt es den leckersten Kuchen. Trotz Sprachbarrieren komme ich an meine Patisserie.

Es folgt das Osterzgebirge mit seinen impressiven Sandstein Formationen. Hier lasse ich einfach mal die Bilder sprechen. Im Kurort Rathen nutze ich die Fähre um das Ufer zu wechseln. In der Nähe ist auch die Bastei in 200 Metern über dem Elbwasserspiegel zu erblicken.

In Königsstein steht die erhabene Festungsanlage auf dem Felsen sicher noch höher.

Es geht zum Endspurt nach Bad Schadau, wo ich erstmals an der Navigation verzweifle. Die Zufahrt zur Wohnung ist ziemlich versteckt, aber als ich angekommen bin doch froh und werde von den Besitzern herzlich empfangen. Die Beschreibung besagt einfaches Zimmer mit Ofen. Nunja, es war genauso wie es geschrieben war.

Danach fahre ich nochmal kurz in den Ort und und schaue mich um: Auch hier gibt es viel zu entdecken aber es sind nicht Kilometer sondern die Höhenmeter, die an meinen Kräften nagen.

Am Abend machen ich noch ein Feuer im Wohnzimmer Ofen an. Toll!!

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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