Elbe-Radweg #13 Bad Schandau – Usti nad Laben

Etappe #13 von Bad Schandau nach Usti nad Laben
Donnerstag, 9. Juli 2020

Am Morgen werde ich durch vorbeirauschende Güterzüge geweckt. Das ist auch gut, denn ich hatte keinen Wecker gestellt. Noch ein Kaffee und geht es direkt los. Die Jacke muss ich nicht bis ganz nach oben zuziehen. Ich hoffe, dass die Sonne so wie ich, nur verschlafen hat.

Jetzt erkunde ich nochmal den südlichen Teil von Bad Schandau. Der Alte Brauhof ist wirklich interessant. Hier wird nicht nur gebraut sondern auch gebacken was ich gleich mit einem Frühstück vor Ort verbinde.

Bevor Schandau ein Erholungsort wurde lebten hier hauptsächlich Schiffer, Fischer, Steinbrecher und Waldarbeiter.

Ich wechsele das Ufer per Fähre und fahre jetzt auf der linken Elbseite. Es geht weiter durch die grandiose Felsenwelt der Sächsischen Schweiz. Ein paar Kilometer und ich erreiche Schmilka, die letzte Station auf deutschem Boden. Ohne irgendwelche Formalitäten reise ich in Tschechien ein und bin somit in der Stadt Hřensko. In der Schweiz befinde ich mich immer noch – allerdings in der Böhmischen.

Voran geht es an der Labe, wie die Elbe in der Tschechischen Republik heißt. Hier fahre ich durch ein tief eingegrabenes, oft felsiges Tal. Bald erreiche die Industrie-Stadt Decin, wo es auch ein beeindruckendes Schloss zu bestaunen gilt: Das Tetschner Schloss aus dem 10. Jahrhundert.

Die Elbe schlängelt sich weiter durch zerklüftete Massive und geben hinter jeder Windung neue faszinierende Ausblicke frei. Ich folge den Schildern des R2. Beschilderung und Wege sind top. Besonders gefällt mir, dass hinter fast jeder Biegung ein kleines R2-Schild befestigt ist, sodaß man sich sicher sein kann auf der richtigen Route unterwegs zu sein.

Es geht weiter durch das alte Sudetenland. Fahrrad und ich ziehen die restlichen Kilometer bis nach Usti nad Laben durch und lassen uns vom Navigator erst einmal zu der Unterkunft lotsen. Ohne großartige Pause geht es wieder zurück in die Innenstadt – allerdings zu Fuss.

Hier trifft man auf alte Bekannte: Ob es Tesco und Costa Coffee oder Kaufland und Kamps ist – man fühl sich direkt wie zu Hause. Die hügelige Stadt erkundige ich per Trollibus – dazu kaufe ich mir einfach eine handvoll 45-min-Tickets und nach dem Hop-on-hop-off Prinzip stelle ich mir meine persönliche Rundfahrt zusammen.

Die Einkäufe gestalten sich dahin schwierig das ich den Wechselkurs nicht genau kenne. 295 Kc für eine Abendessen? Ist mir jetzt irgendwie egal; gut das alles per iWatch gezahlt werden kann. ich schaffe ich es mit dem letzen Ticket genau vor der Haustür auszusteigen.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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