Mönchsweg Tag 3 / Stade – Bielendorf

Montag, 2.August 2021
Tages-Km: 86, Hm: 133

Es ist Montag morgens und es geht verhältnismäßig früh los. Bereits um kurz nach 9:00 Uhr sitzt ich im Sattel und fahre über den Burgwall aus der Stadt. Es geht Richtung Westen und größtenteils über flaches Terrain.

Ich durchquere Haddorf und mache in der Weihnachtsmann Stadt Himmelspforten eine kurze Pause um mich mit Essbaren aus dem Rewe einzudecken. Bis dato ist das Wetter gut. Keine 10 Minuten später als ich gerade den Laden verlassen will fängt es wie aus Kübeln an zu schütten. Meine Weiterfahrt vertage ich bis bereits nach wenigen Minuten es sich schon ausgeregnet hat. 

Reedgedeckte Häuser und beindruckend Hörte mit zum Teil riesigen geschmiedeten Toren reihen sich wie auf einer Kette. Sehr imposant. In Großwörden finde ich die St. Marien-Kirche offen. Es gibt eine kleine aber feine Orgel. Eine Anfrage auf dem kurzen Dienstweg erlaubt mit einmal in die Tasten zu greifen. Ich spiele das Lied: „Wie groß ist des Allmächten Güte“ und hinterlasse eine Nachricht im Gästebuch. 

Der Radtourenbuch schlägt einen Ausflug nach Hemmoor vor; ich kann widerstehen und verspreche mir die historische Schwebefähre bei nächster Gelegenheit anzusehen. Anders als vorgesehen fahre ich nicht über Hamelwörden sondern über Wischhafen zum Fähranleger. Der Diesel-Dinosaurier bringt mich für 2,50 Euro auf die andere Seite der Elbe. Jetzt bin in offiziell in Schleswig-Holstein.

Glückstadt schaue mir kurz an in dem ich zum Hafen und danach in das Zentrum fahre. Es fühlt sich hanseatisch an und esse ein Fischbrötchen am Marktplatz. Auf der Rückfahrt am Deich in Richtung Ivenfleth kommt mir eine steife Briese entgegen. Jetzt zahlen sich die Trainingsfahrten auf dem langen Jammer aus. Dennoch geht es nur noch im einstelligen km/h Bereich vorwärts. Hat evtl auch mit der Reiserichtung zu tun. Die Kompassnadel zeigt direkt auf Nord. 

Der Tag neigt sich dem Ende und die letzen zehn Kilometer sind wie immer am anstrengendsten. Ich mache nochmal kurze Rast im historischen Kempe und besorge Futter für den Abend. Mich trennen noch der Fluss Stör von meiner finalen Station in Beidenfleth. Der Vermieter war noch so nett darauf hinzuweisen das die letzte Überfahrt um 20:00h stattfindet. Ich bin um kurz nach 7 and der Anlegestelle. Hier finde ich auch diese heimelig hergerichtete Haltestelle im Wohnzimmerformat. 

Der Fährmann setzt mich über und wieder an Land sind es nur noch weniger Meter zur Wohnung für diese Nacht. Tolle Wohnung – ich setzte mich in den Schaukelstuhl und schlafe alsbald ein. Die Aussicht aus dem Fenster gewinnt allerdings keinen Preis.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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