Elbe-Radweg Tag 7 Dessau-Lutherstadt Wittenberg

Etappe #7 von Dessau-Rosslau in die Lutherstadt Wittenberg
Freitag, der 3. Juli 2020

Heute mache ich mich relativ früh auf den Weg. Nach einer Tasse Kaffee und diversen, guten Tip von Rene verabschiede ich mich von meinem Superhost. Ich passiere nochmal das Bauhaus und die Meisterhäuser aus Glas, Stahl und Beton in der Ebertallee.

Nach wenigen Kilometern bin ich schon im nächsten Unesco Welterbe: dem Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Webseite beschreibt es als „herausragenden Beispiel für die Umsetzung philosophischer Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung, die Kunst, Erziehung und Wirtschaft harmonisch miteinander verbindet“

Ich kann hier tatsächlich geometrische Formen und Sichtachsen erkennen, welche die großen Vorbilder englischer Garten-Architektur widerspiegeln. Für die Tempel und Plastiken standen allderding italienische Vorbilder Pate. Der Park hier ist fahrradfreie Zone – so erkundige ich den Park gehend.

In Oranienbaum wechsele ich wieder auf die gegenüberliegende Elbseite. Hierzu muss ich eine Glocke läuten und der Fährmann auf der Gierseilfähre holt mich ab. Das Schloss, welches aus Entfernung noch wohlwollend ausschaut, hat bei näherer Betrachtung auch schon seine beste Zeit hinter sich.

Die Tour geht weiter durch Coswig und schlängelt sich an der kurvenreichen Elbe entlang. Es geht durch schattige Parks und Wälder. Hier entdecke ich das Wallwachthaus – 1772 erbaut diente es später der Beobachtung des Hochwassers.

Der Route folgen noch einige dünn besiedelte Dörfer bis ich früher als erwartet das erste Ortseingangsschild der Lutherstadt Wittenberg entdecke.

Ich freue mich schon sehr den Nachmittag nutzen zu können die durchaus bedeutungsvolle Stadt erkunden zu können. Ich checke in der Cranach-Herberge direkt am Markplatz ein.

Es ist wohl noch die Kategorie Mönchszimmer hat aber alles was gebraucht wird – inklusive einer Flurküche. Auf einmal wird mir schlecht und ich erinnere mir daran das ich mich in den letzten zwei nur von Bier ernährt habe. Etwas Ruhe und Erzeugnisse der Pharmaindustrie tun mir gut. Am Abend esse ich noch ein Stückchen Pizza und lausche danach dem zum Wochenschluss angesetzten Orgel Konzert in der Stadtkirche.

Anschliessend laufe ich noch einige Stationen Luthers ab, wie die mit den 95 Thesen benagelte Tür der Schlosskirche sowie die Denkmäler Luthers und Melchantor am Markt.

Da es bereits dämmert kehre ich zurück zur Herberge und schaue mir noch kurz die Cranachhöfe an. Hier können die Galerie der Malschule, Papierkunst und eine Bibliothek der Akademie besucht werden.

Ein letzter Blick auf den Mark und die Stiftskirche lassen mich flugs einschlafen. Viermal UNESCO Welterbe in nur 2 Tagen macht mehr müde als die vielen Kilometer auf dem Rad.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: