Elbe-Radweg Tag 9 Torgau – Riesa

Etappe #9 von Torgau nach Riesa
Sonntag, 5. Juli 2020

Der Tag startet richtig gut mit einem großartigen Frühstücksbuffet. Ich sitze auf der Dachterasse und lasse mir den Wind um die Ohren und den Duft von Kaffee und Brötchen um die Nase wehen. Auch heute ist keine Eile geboten. Zu meiner Freude finde ich im Fahrradschupen noch eine vernünftige Stand-Luftpumpe und bringe den Hinterreifen wieder auf 4,2 bar.

Meine Recherche gestern Abend hat mich noch auf das in Torgau ansässige Jugendwerk geführt. Da dies heute morgen geöffnet ist besuche dieses einmalige Spezialheim für Jugendliche in der DDR. Ein wirklich grimmiger Ort. Das Museum selber ist substantiell gut in Schuss gehalten. Die Misstände des Systems, die hier konkret fühlbar und greifbar werden, lassen einen fast die Fassung verlieren. Das Personal vor Ort ist sehr informativ und gab weitere Erklärungen zu den Exponaten.

In der Touristen Info kaufe ich noch einige Postkarten und Briefmarken. Ich verlasse Torgau und winke noch ein letztes Mal den beiden Bären zu.

Wieder auf dem Elbe-Radweg fällt mir auf das alle Rad-Schilder zusätzlich mit dem sächsischem Wappen geschmückt sind. Soll wohl jeder Wissen, dass man im Freistaat unterwegs ist.

Brotzeit mache ich in einer Wetterschutzhütte in der Nähe von Paußnitz. Schutz von der Sonne ist kurz nach Mittag essenziell. Es gibt Fisch aus der Dose in Piri-Mango Sauce und dazu Hopfensaft. Ich spule noch ein paar Kilometer ab. Es geht gut voran und der Wind von hinten schiebt.

In Riesa, der Stadt der Teigwaren, biege ich einmal falsch ab und umrunde so unverhofft die wirklich schöne und reizvolle Kreisstadt. Es mag am heissen Sonntag liegen dass nicht viel in der Innenstadt los ist. Am Ende der Erkundungstour finde ich noch einen Biergarten und bestelle mir das grösste Eis.

Es geht weiter an den Elbeauen und durch die ersten Weindörfer. Das Konterfei des Bachus sehe ich an jeder Ecke. Hier beginnt die Sächsische Weinstrasse.

Bald erreiche ich meine Ferienwohnung, welche altertümlich aber heimlich eingerichtet ist. Ich bin in Nüchritz bei einer netten Familie untergekommen bin aber froh den Abend alleine auf der Terrasse verbringen zu können wo ich im Licht des Sonnenuntergangs noch die Postkarten beschrifte.

Veröffentlicht von Nils Bike

Nils Bike and Co.

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